Beschreibung
Fachvorträge, Best Practices und aktuelle Entwicklungen rund um Produktsicherheit und CE-Kennzeichnung. Expert:innen aus Industrie, Beratung und Normung geben Einblicke in neue gesetzliche Anforderungen, technische Standards und digitale Tools. Die Konferenz bietet Raum für Austausch, Diskussion und Vernetzung.
Inhalte
06. + 07. Mai 2026
CE-Fachkonferenz
Agenda 1. Tag
ab 09:00
Empfang & Anmeldung
09:45 - 10:00
Eröffnung der Fachkonferenz und Überblick zur Ausstellung
Johannes Windeler-Frick, IBF Solutions
10:00 - 11:00
Maschinensicherheit an der Schnittstelle zwischen CE, Einkauf und Arbeitsschutz
- Unterschiedliche Perspektiven und Ziele: Für den Hersteller ist es eine Maschine – für den Betreiber ein Arbeitsmittel
- Das Leben nach der CE-Kennzeichnung: Kein Abschluss, sondern der Beginn organisatorischer und sicherheitstechnischer Verantwortung
- Risikobeurteilung vs. Gefährdungsbeurteilung: Wo beginnt das eine, wo endet das andere? Welche Informationen müssen zwischen Hersteller und Betreiber fließen?
- Augen auf vor dem Kauf: Worauf müssen Beschaffer und Betreiber achten? Bedeutung von Lastenheften und sicherheitstechnischen Abnahmen
- Nach der Lieferung – vor dem Betrieb: Was ist erforderlich, um Maschinen sicher in Betrieb zu nehmen?
- Probebetrieb durch den Hersteller: Rechtliche und sicherheitstechnische Herausforderungen erkennen und bewerten
- Wesentliche Änderungen: Wann wird aus einer Anpassung eine neue Maschine? Wer übernimmt dabei welche Rolle und was sollte unbedingt vertraglich geregelt werden?
- Bestandsmaschinen: Sicherheit im laufenden Betrieb sicherstellen. Wie unterscheidet sich der Stand der Technik beim Inverkehrbringen und bei der Verwendung von Arbeitsmitteln?
- Ausblick Cybersecurity: Wenn das Zusammenspiel zwischen Hersteller, Integrator und Betreiber bisher gut funktioniert hat, sollten die Anforderungen an die Cybersecurity keine großen Hürden darstellen
- Fragen & Antworten
11:00 - 11:30
Kaffeepause & Besuch der Ausstellung
11:30 - 12:30
WER im Unternehmen WELCHE Kontrollpflichten in der sicherheitstechnischen Konstruktion beachten muss
Dr. Thomas Wilrich, Rechtsanwalt und Professor an der Hochschule München
- Vertrauen ist gut – Kontrolle ist Pflicht: Wann beginnt die rechtlich relevante Kontrollverantwortung?
- Überwachungsverschulden: Was bedeutet das konkret – und wann haftet die Führungskraft persönlich?
- Zumutbare Kontrollmaßnahmen: Was ist erforderlich, was ist praktikabel – und wie dokumentiert man richtig?
- Delegation von Kontrollpflichten: Was darf übertragen werden – und was bleibt in der Verantwortung der Führungskraft?
- Wer trägt Kontrollpflichten? Nicht nur Führungskräfte – auch Konstrukteure und Fachverantwortliche können haftbar gemacht werden
- Absicherung durch Organisation: Wie helfen Compliance-Strukturen, Schulungen und klare Prozesse bei der Haftungsvermeidung?
- Fragen & Antworten
12:30 - 13:45
Gemeinsames Mittagessen & Besuch der Ausstellung
13:45 - 15:00
Digitalisierung der Dokumentation: Sind Ihre Dokumente und ihre Prozesse Up‑to‑Date?
- Digitalisierung der Dokumentation: Sind Ihre Dokumente und Ihre Prozesse Up-to-Date?
- Vom Dokumentieren zum Digitalisieren: Der Doku-Prozess verändert sich grundlegend – weg vom Papier, hin zu vernetzten, digitalen Lösungen.
- Digitaler Produktpass & digitales Typenschild: Was Maschinenbauer jetzt wissen und vorbereiten müssen – von QR-Code bis Datenstruktur
- QR-Code ist nicht gleich QR-Code: Anforderungen an Lesbarkeit, Datenverknüpfung und Sicherheit
- Cybersecurity & Betriebsanleitungen: Welche Inhalte fordert der Cyber Resilience Act? Dokumentationspflichten, Schwachstellenmanagement und Sicherheitsupdates
- Lieferkette & CSDDD: Neue EU-Vorgaben zur Nachhaltigkeit und Sorgfaltspflicht – was bedeutet das für die technische Dokumentation?
- EN ISO 20607:2025 – Neue Anforderungen an Maschinen-Betriebsanleitungen: Fokus auf digitale Bereitstellung, Notfallinformationen und engere Verknüpfung mit EN ISO 12100
- Fragen & Antworten
15:00 - 15:30
Kaffeepause & Besuch der Ausstellung
15:30 - 16:45
EU-Verpackungsverordnung (PPWR): Wie Maschinen- und Anlagenbauer die neuen Vorschriften effizient umsetzen
- PPWR verändert die Spielregeln: Verpackungen sind nicht mehr nur Hüllen, sondern rechtlich relevante Produktbestandteile
- Verpackung wird zum Produkt: Materialvorgaben, Recyclingfähigkeit und Kennzeichnungspflichten rücken in den Fokus
- Rechtliche Anforderungen mit Wirkung auf Geschäftsprozesse: Von Design über Dokumentation bis zur Rücknahme
- Kennzeichnung & Berichtspflichten: Einheitliche EU-Vorgaben für Transparenz und Nachverfolgbarkeit
- Konformitätsbewertung & Herstellerverantwortung: Neue Pflichten für alle Akteure entlang der Lieferkette
- Digitalisierung & Nachhaltigkeit als Treiber: Verpackungsstrategien müssen neu gedacht und zukunftssicher gestaltet werden
- Fragen & Antworten
16:45 - 17:00
Abschlussdialog & Beantwortung offener Fragen
17:10 - 17:45
Für Interessierte: Die NEUE Risikobeurteilung in Safexpert
Johannes Windeler-Frick & Christian Aumann, IBF Solutions
ab 19:00 Uhr
Networking-Night
Knüpfen Sie wertvolle Kontakte - IBF lädt alle Teilnehmer:innen zu einem gemütlichen Abendessen ein
Agenda 2. Tag
ab 08:30
Empfang & Anmeldung
09:00 - 09:05
Eröffnung des zweiten Tages der Fachkonferenz
Johannes Windeler-Frick, IBF Solutions
09:05 - 10:15
Fit für die Marktüberwachung: Pflichten, Prüfabläufe und Praxistipps
- Grundlagen: Überblick über die gesetzlichen Pflichten im Rahmen der Marktüberwachung und deren Bedeutung für Hersteller, Inverkehrbringer und Betreiber
- Prüfverfahren: Einblick in typische Abläufe und Schwerpunkte der Marktüberwachungsbehörden – von Dokumentenprüfungen bis zu Vor Ort Kontrollen
- Herausforderungen: Welche typischen Beanstandungen in der Praxis auftreten und wie sie sich vermeiden lassen
- Best Practices: Erprobte Vorgehensweisen, um CE Unterlagen, Risikobeurteilungen und Maschinenkennzeichnung marktüberwachungssicher zu gestalten
- Praxisbeispiele: Anschauliche Fälle aus dem Maschinenbau mit wichtigen Erkenntnissen für den eigenen Arbeitsalltag
- Praxistipps: Konkrete Hinweise, wie Unternehmen sich auf Marktüberwachungsmaßnahmen vorbereiten und Risiken frühzeitig minimieren können
- Fragen & Antworten
10:15 - 10:45
Kaffeepause & Besuch der Ausstellung
10:45 - 12:00
Der lange Weg für KI bei Sicherheitsfunktionen
- Welche Anforderungen ergeben sich aus der neuen Maschinenverordnung 2023/1230 und der KI‑Verordnung 2024/1689 beim Einsatz von KI?
- Welche grundsätzlichen Dilemmata entstehen, wenn KI‑Systeme als Bestandteil sicherheitsrelevanter Funktionen eingesetzt werden?
- Welche relevanten Entwicklungen entstehen derzeit in internationalen Arbeitskreisen (ISO/IEC JTC 1/SC 42/JWG 4 und ISO/IEC TS 22440‑X)?
- Welche Methoden und Verfahren können helfen, KI‑Systeme im Bereich von Sicherheitsanwendungen und Risikominderung einzusetzen?
- Sind die aktuell diskutierten Verfahren bereits ausreichend ausgereift – oder müssen Hersteller damit rechnen, dass entscheidende Konzepte noch fehlen?
- Welche Rolle spielen Verifizierung und Validierung von KI‑Systemen, damit Hersteller sicherheitsrelevante Funktionen normenkonform und nachvollziehbar umsetzen können?
- Wie beeinflussen die Wechselwirkungen zwischen ISO/IEC TS 22440‑X und der dritten Edition der IEC 61508‑X zukünftige Entwicklungsprozesse von Maschinenherstellern?
- Fragen & Antworten
12:00 - 13:15
Gemeinsames Mittagessen & Besuch der Ausstellung
13:15 - 14:30
Safety-Talk: Erfahrungsaustausch beim Umstieg auf die MVO - Was bewegt die Branche
Offene Diskussionsrunde mit Expert:innen aus Industrie, Recht und Consulting
- Herausforderungen: Austausch darüber, welche Fragen, Unsicherheiten und organisatorischen Themen Unternehmen beim Umstieg auf die Maschinenverordnung (MVO) besonders beschäftigen
- Praxisblick auf neue Normen: Helfen die überarbeitete EN ISO 12100 und die prEN 50742 tatsächlich bei der praktischen Bewältigung der neuen Cybersecurity‑Anforderungen der MVO – oder entstehen in Projekten eher zusätzliche Fragen als echte Entlastung?
- Erfahrungen: Einblicke in praktische Vorgehensweisen aus Industrie, Recht und Consulting – was gut funktioniert hat und wo Stolpersteine lagen
- Interpretation: Diskussion typischer Auslegungsfragen und deren Auswirkungen auf CE Prozesse, Risikobeurteilungen und Dokumentation
- Perspektiven: Einschätzungen von Expert:innen zu künftigen Entwicklungen, Trends und relevanten Themen, die die Branche bewegen
- Praxisbeispiele: Erfahrungsberichte von Anwender:innen aus unterschiedlichen Branchen, die den Übergang bereits aktiv gestalten
- Austausch: Offene Diskussionsrunde mit Raum für Ihre Fragen. Bringen Sie Ihre Themen ein – die Diskussion lebt vom Austausch!
14:30 - 15:00
Kaffeepause & Besuch der Ausstellung
15:00 - 16:15
Real Cases: Wenn Sicherheitsfunktionen scheitern – und wie man es verhindern kann
- Hintergründe: Überblick darüber, warum Sicherheitsfunktionen in der Praxis häufig komplizierter sind als in der Theorie
- Typische Fehler: Die häufigsten Stolpersteine bei der Umsetzung sicherheitsbezogener Funktionen in Elektro- und Fluidtechnik – von fehlenden Nachweisen bis zu unvollständigen Architekturen
- Beispiele: Anschauliche Praxisfälle, die zeigen, wie kleine Detailfehler große Auswirkungen auf die funktionale Sicherheit haben können
- Schnittstellen: Herausforderungen in der Zusammenarbeit zwischen Mechanik, Fluidtechnik, Elektrotechnik und Steuerungstechnik
- Bewertung: Hinweise zur korrekten Risikobeurteilung, Auswahl der Sicherheitsfunktionen und Einstufung nach Normen
- Praxistipps: Empfehlungen, wie typische Probleme frühzeitig erkannt und sicherheitsgerechte Lösungen effizient umgesetzt werden können
- Fragen & Antworten
16:15 - 16:30
Abschlussdialog & Beantwortung offener Fragen
Zielgruppe
- CE-Koordinatoren / CE-Beauftragte
- Produktsicherheitsingenieure
- Mitarbeitende Technische Dokumentation
- Technische Compliance Manager
Zertifikate
- Teilnahmebestätigung
Weitere Infos
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